Mit ein paar Tagen Abstand möchte ich nun nüchtern auf das Jahr 2020 zurück blicken und schauen, was ich für mich, mein Depot und mein Vermögen leisten konnte. Welche Erfolge ist erzielt habe oder woran ich noch arbeiten muss. Ich nehme explizit nicht das Wort „Ziele verfehlt“ in den Mund. Das wichtigste ist immer positiv zu bleiben und neue Ziele zu definieren bzw. sich Ziele so zu definieren, dass auch eine entsprechende Herausforderung dahinter steckt.

Im ersten Schritt werde ich meine Investitionen aufführen, die ich getätigt habe, welche Zahlen dahinter stecken und dann auf die gesetzten Ziele aus 2020 eingehen. Im Schluss würde ich dann gerne ableiten, was ich für Erkenntnisse daraus ziehen und als Teil 2 sozusagen die Ziele für 2021 in einem gesonderten Artikel definieren.

  1. Investitionen 2020:

In 2020 habe ich entsprechend weiter diversifiziert und nicht nur in Aktien oder ETF investiert. Zusätzlich habe ich noch Direktbeteiligungen gefahren und in risikolose Bausparverträge regelmäßige Sparleistungen laufen lassen. Nicht gesondert aufführen, aber erwähnen möchte ich die Tilgungsleistungen meiner Wohnungen.

An der Börse habe ich 11 Einzelkäufe über das verteilt getätigt. Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 23.691,85 Euro. Gekauft habe ich folgende Werte und auch entsprechend darüber berichtet:

  • Februar: Merkur Bank KGAA – 150 Stück á 9,80 Euro
  • März: Royal Dutch Shell A – 100 Stück á 11,50 Euro
  • März: New Residential Investment Corp. – 250 Stück á 4,39 Euro
  • April: Unilever – 75 Stück á 44,35 Euro
  • April: AT&T – 100 Stück á 28,50 Euro
  • Mai: Main Street Capital – 100 Stück á 28,65 Euro
  • Juni: BASF – 40 Stück á 53,50 Euro
  • August: The Coca Cola Company – 70 Stück á 39,60 Euro
  • Oktober: Southern Company – 40 Stück á 51,31 Euro
  • November: Iron Mountain – 100 Stück á 22,10 Euro
  • Dezember: Red Electrica – 100 Stück á 16,45 Euro

Im Rückblick eine ordentliche Investitionssumme, welches knapp 2.000 Euro im Monat bedeutet. Grob überschlagen bringen mir die Käufe bei einem vollen Jahr als Dividendenzahler netto ca. 900 Euro mehr ein. Das lässt mich beim schreiben dann zu einem lächeln hinreißen. Auch wenn in 2021 die Käufe vermutlich ein wenig niedriger ausfallen werden, sind das Käufe die langfristig ausgelegt sind und mit den Dividenden ihren Zweck erfüllen.

Nur kurz erwähnen möchte ich meine ETF-Sparpläne, die jeden Monat 350 Euro betragen und somit im Jahr auf 4.200 Euro kommen.

Die Direktbeteiligungen beziehen sich im ersten Schritt auf Companisto. Hier habe in folgende Unternehmen als Eigenkapitalgeber investiert:

  • Februar: Companisto Holding GmbH – 2 Anteile
  • März und Oktober: Ameria AG – jeweils 4 weitere Anteile

Kurz vor Jahresende dann noch meine erste Investition in ecoligo.investment. Gestartet mit 150 Euro und vor ein paar Tage noch einmal in ein weiteres Investment mit zusätzlich 400 Euro, aber das ist dann schon auf 2021 vorausgegriffen.

2. Ziele 2020 – Erreichungsgrad:

Gesteckt hatte ich mir insgesamt 5 Ziele. Einmal das Dividendenziel für 2020 von 2.200 Euro nach Steuern, dann mein Vermögen um 25.000 Euro erhöhen und noch die folgenden Ziele. Tatsächlich das Dividendenziel von 2025 (mit 4.800 Euro) erreichen, ein 3. Objekt als Kapitalanlage und zum Schluss noch eine weitere Einnahmenquelle mit 1.000 Euro.

Starten möchte ich mit den Dividenden. Hier habe ich in 2020 insgesamt 3.999,62 Euro nach Steuern eingenommen. Bedeutet das erste Ziel ist erreicht und kann als erfüllt angesehen werden, allerdings das Ziel von 2025 ist somit gescheitert. Der Hintergrund hierbei, sind die niedrigeren Dividenden von Royal Dutch Shell, die Streichung bei Las Vegas Sands, die vorübergehende Kürzung bei New Residential Investment Corp., welches allerdings am Verkauf eines Portfolios gelegen hatte und die Aareal Bank, die ebenfalls nicht ausgeschüttet hat. Zusätzlich hat Daimler, Porsche SE und auch BASF seine Dividenden gekürzt bzw. nicht erhöht. Bei allen Titeln hoffe ich auf Erholungen bis 2022. Somit erwarte ich ab diesem Zeitpunkt mit einem deutlichen Sprung und dass das „Corona-Problem“ bis dahin passé ist. Das ist zumindest die Hoffnung!

Das Vermögensziel nur kurz und knapp. Dank dem Jahresendspurt der Börsen konnte ich dieses noch erreichen. Zwischenzeitlich war gerade mein Depot knapp 30.000 Euro im Minus. Das ist kein schönes Gefühl und lässt einen im Nachgang schon die ersten grauen Haare wachsen. Aber auch ein Gefühl des Reifeprozess, dass man damit wächst und tatsächlich, wenn man von den Unternehmen überzeugt ist, nicht jeden Tag ins Depot schauen.

Das 3. Objekt als Kapitalanlage konnte ich nicht erwerben. Dies hängt auch ein wenig mit dem heißen Immobilienmarkt zusammen, der die Preise doch ordentlich nach oben treibt und somit immer weniger relevante Objekte zum Vorschein bringt. Aber auch das kann sich wieder ändern und gerade beim Immobilienmarkt ist Geduld eines der größten Tugenden. Ich bleibe weiter dran, möchte und muss aber nichts überstürzen.

Als letztes noch die weitere Einnahmequelle mit 1.000 Euro Ertrag. Ich sage mal so, angefangen, aber den gewünschten Ertrag noch nicht ganz erreicht. Ich konnte über den Blog ein paar Euro erlösen, möchte aber auch nicht zu viel Werbung hier schalten. Zusätzlich konnte ich über Companisto Erträge generieren, welche ich nicht als Dividenden zähle und zum Schluss konnte ich Provisionserträge generieren, welche auf die Vermittlung von Bankprodukten zurück zu führen sind. Ich habe als eine Art Tippgeber fungiert und auch noch etwas gutes tun. Einige Freunde haben endlich angefangen etwas für die Altersvorsorge zu tun und einen ETF-Sparplan eingerichtet. Darauf lässt sich in der Zukunft aufsetzen.

Als kleines Fazit: Ich bin weiter auf dem richtigen Weg und muss nur die weiteren ambitionierten Ziele ansteuern und umsetzen. Reden wir noch einmal in 3-5 Jahren, wo ich dann stehe. Niemand kann wirklich in die Zukunft schauen, gerade Corona hat uns alle hier eines besseren belehrt.

Ein wirklich spannendes Jahr mit einem Absturz der Börsen und auch wieder einem fulminanten Anstieg, schnellere als jeder gedacht hat. Dies zeigt zum Einen, dass am Markt immer die Zukunft gehandelt wird, welches Geld an der Seitenlinie noch gestanden hat und was es mal wieder ausmacht, wenn die Notenbanken billiges Geld in den Markt pumpen.

Hier auch mal wieder ein abschließender Buchtipp von meiner Seite:

Quelle: Amazon

Die nächsten Tage dann noch meine Ziele für 2021 und wie ich diese erreichen werde!

5 Kommentare zu „Rückblick 2020 – Ziele u. Zahlen

  1. Also für mich ist es ein traum fast 4000€ in Dividenden zu haben :). Auch wenn du 30 000 Minus hast bin ich sicher in dass du bald im Plus gehts😂 und die Kapitalanlagen 🙈 wir suchen was zum Wohnen in München oder Karlsruhe und die Preise sind da ja wahnsinn😱 von Kapitalanlage können wir ja nur noch Träumen😂

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    1. Das soll nicht falsch rüberkommen, 4.000 Euro sind ein top Betrag und bedeuten jeden Monat ca. 330 Euro. Das ist für andere ein Nebenjob 🙂 ….das Minus war zum Glück nur während der Zeit, als die Börsen mal kurz so richtig runter sind. Mittlerweile ist alles wieder aufgeholt. Spannend wird, ob jetzt mit dem weiteren noch härteren Lockdown nochmal die Börsen ein wenig nachlassen. Wären wieder schöne Kaufkurse!
      Mit München habt ihr euch ja die beste Gegend ausgesucht, ist bei mir mit Speckgürtel Stuttgart leider auch nicht besser 😀 Aber München und Karlsruhe sind auch nicht unbedingt Nachbardörfer…wie kommt das?

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      1. Mein Mann kann in beide Städte arbeiten. Eigentlich wollte ich nach München da ich da viele Freunde habe aber das was man in München (Kreis) für ein Haus zahlen muss, dafür kriegt man ja Luxusaustattung, doppelt so viele Kvm und noch Schwimpool im Haus in Karlruhe (Kreis) und noch 400-500k € weniger im Kredit. Ich muss dann auch sagen dass es schon Unterschied macht 400-500k € weniger zu abbezahlen in 15-20 Jahre😖also wir haben und deswegen noch nicht entschieden wo und wann 🙈

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      2. Das macht absolut einen Unterschied, wenn man auch ein Eigenheim möchte und dies dann abzahlen muss. Karlsruhe ist gar nicht so weit weg von unserem Stuttgarter Speckgürtel 😉
        Das sind dann die Vorteile der Flexibilität beim Arbeiten und dann abwägen was für einen besser passt…schwere Entscheidung, wobei Freunde auch ein großer Faktor sind. Ihr trefft die richtige Entscheidung. Viel Erfolg!

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